soH-Mitarbeitende fordern eine angemessene Entschädigung der Umkleidezeit

soH-Mitarbeitende fordern eine angemessene Entschädigung der Umkleidezeit Die Angestellten der soH fordern mit einer Postkarten-Aktion eine Entschädigung für die Umkleidezeit in Form einer Zeitgutschrift von 10 Minuten pro Dienst oder 4 freien Tagen pro Jahr. Der soH-Geschäftsleitung wurden heute Mittag 916 Postkarten mit der Forderung der Mitarbeitenden übergeben.

In der ganzen Schweiz haben in den letzten Jahren Spitalangestellte gefordert, dass die Umkleidezeit an die Arbeitszeit angerechnet wird. Viele Spitäler haben reagiert und die Umkleidezeit in Form von Zeitgutschriften oder freie Tage entschädigt. Gerade kürzlich hat beispielsweise die Klinikgruppe Hirslanden mitgeteilt, dass sie allen Mitarbeitenden, die sich aus betrieblichen Gründen für ihre Arbeit vollständig umziehen müssen, ab 1. Januar 2021 bis zu 4 zusätzliche, bezahlte freie Tage gewährt. Andere Spitäler haben ähnliche Regelungen schon eingeführt oder werden dies auf das Jahr 2021 tun.

Auch in den Solothurner Spitälern ist diese Diskussion zwischen dem VPOD gemeinsam mit den weiteren Personalverbänden und der Geschäftsleitung in Gange. Gemäss einer Umfrage, welche der VPOD im Jahr 2019 bei den Angestellten durchgeführt hat, benötigen die Angestellten pro Dienst bis zu 20 Minuten für das Umkleiden und den Weg zur Station, im Schnitt mindestens 10 Minuten. Teilweise verrichtet das Personal weitere unbezahlte Arbeit wie sich in Rapporte einlesen etc. Die von der Geschäftsleitung vorgestellten Umsetzungsvorschläge überzeugen nicht und auch die lange Zeit, welche für die Umsetzung gebraucht wird, ist für das Personal schwierig zu verstehen. Deshalb hat die VPOD-Gruppe in der soH entschieden, Ende Oktober 2020 bei den soH-Mitarbeitenden eine Postkartenaktion zu lancieren. In einer an die Geschäftsleitung gerichtete Postkarte konnten alle soH-Mitarbeitenden mittels Unterschrift die Forderung unterstützen, die Umkleidezeit mit einer Zeitgutschrift von 10 Minuten oder 4 freien Tagen zu entschädigen. Am 16. Dezember 2020, 12.00 Uhr, konnten der Geschäftsleitung 916 von soH-Angestellten unterschriebene Postkarten mit der Forderung, die Umkleidezeit angemessen zu entschädigen, übergeben werden. Diese hohe Anzahl an Postkarten, welche die Mitarbeitenden der Geschäftsleitung übergeben haben, kann von dieser nicht übersehen werden und zeigt, dass die Geschäftsleitung nun eine Lösung präsentieren muss, welche von den Mitarbeitenden akzeptiert wird. Der VPOD erwartet nun, dass die soH-Leitung die Anliegen der Angestellten ernst nimmt und eine Entschädigung für die Umkleidezeit vorschlägt, welche der Realität entspricht und vom Personal akzeptiert wird.

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