149 Kündigungen. Weniger Gesundheitsversorgung. Jetzt redet das Wynental.

Von: Dariyusch Pour Mohsen

149 Menschen verlieren ihre Stelle. Gleichzeitig steht die Gesundheitsversorgung im Einzugsgebiet des Spitals Menziken vor einem tiefen Einschnitt. Am 8. September kommen deshalb Beschäftigte und Bevölkerung in Menziken zusammen. Sie machen sichtbar, was die Schliessung für die Menschen in der Region bedeutet, sie formulieren ihre Forderungen und sie verschaffen den Anliegen der Bevölkerung Gehör.

Über Jahre und Jahrzehnte haben die Beschäftigten des Spitals Menziken Tag und Nacht für die Menschen in der Region gearbeitet. Nun verlieren 149 von ihnen ihre Stelle. Gleichzeitig bleiben zentrale Fragen offen. Was bedeutet die Schliessung für den Notfall? Was bedeutet sie für den Rettungsdienst? Welche Wege müssen Patientinnen und Patienten künftig auf sich nehmen? Und wie soll die medizinische Versorgung im bisherigen Einzugsgebiet des Spitals künftig konkret sichergestellt werden?

«Man kann einen Entscheid von dieser Tragweite nicht fällen und danach erwarten, dass die Menschen in der Region die Folgen einfach hinnehmen. Wenn 149 Menschen ihre Arbeit verlieren und gleichzeitig ein wichtiger Teil der Gesundheitsversorgung wegfällt, dann ist das keine interne Angelegenheit eines Unternehmens mehr. Dann betrifft es alle, die auf dieses Spital und seine Leistungen angewiesen sind», sagt Dariyusch Pour Mohsen, Regionalsekretär VPOD Aargau/Solothurn.

Am Dienstagnachmittag, wenige Stunden vor der Volksversammlung, ist ein Gespräch zwischen einer Delegation des VPOD und der Beschäftigten sowie Vertretern des Verwaltungsrats vorgesehen. Die Forderungen der Beschäftigten und die offenen Fragen zur Schliessung sollen dort direkt zur Sprache kommen. An der Volksversammlung wird der VPOD am Abend über den aktuellen Stand informieren.

Jetzt redet die Region

Volksversammlung Spital Menziken
Dienstag, 8. September 2026, 19.00 Uhr
Halle 5737, Bromenstrasse 20, 5737 Menziken

An diesem Abend sprechen Beschäftigte über die Realität hinter den Zahlen. Die Bevölkerung kann ihre Sorgen, Erfahrungen und Erwartungen einbringen. Gemeinsam soll sichtbar werden, was die Schliessung für die Menschen im Einzugsgebiet des Spitals bedeutet und was sie von Verwaltungsrat, Eigentümern, Gemeinden und Kanton erwarten.

Denn 149 Kündigungen sind nicht einfach 149 Stellen weniger. Dahinter stehen Menschen, Familien und berufliche Existenzen. Gleichzeitig stellt sich für die ganze Region eine grundlegende Frage: Welche Gesundheitsversorgung bleibt den Menschen künftig vor Ort?

«Die Beschäftigten und die Bevölkerung haben hier ein gemeinsames Interesse. Die einen verlieren ihre Stelle, die anderen verlieren ein Stück Versorgungssicherheit. Beides lässt sich nicht mit ein paar Zahlen in einer Rechnung abhaken. Wer solche Entscheide fällt, muss sich mit ihren Folgen für die Menschen vor Ort auseinandersetzen», sagt Pour Mohsen.

Eingeladen sind alle, denen die Zukunft des Spitals Menziken und die Gesundheitsversorgung in der Region nicht gleichgültig sind: die Bevölkerung im gesamten Einzugsgebiet, die Beschäftigten und ihre Angehörigen sowie alle Interessierten.

Medienvertreterinnen und Medienvertreter sind ausdrücklich eingeladen, an der Volksversammlung teilzunehmen. Vertreter des VPOD sowie Beschäftigte des Spitals Menziken stehen vor und nach der Veranstaltung für Gespräche und Interviews zur Verfügung.